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Betandwin profitiert vom Schiedsrichterskandal  E-mail
Donnerstag, 10 August 2006
Betandwin profitiert vom Schiedsrichterskandal

Für den Sportwetten-Anbieter Betandwin hat sich der Schiedsrichter Skandal rund um den Schiri Robert Hoyzer durchaus positiv ausgewirkt. Der Deutschland-Manager Marcus Meyer führt den Zulauf zu Betandwin auf den PR-Effekt des Wett Skandals zurück. Viele hätten dadurch erst gemerkt, dass es Sportwettem gibt und dass  Betandwin sicher ist. Seit Januar hat die Aktie um mehr als 300 Prozent zugelegt. Der Umsatz kletterte von 17 Mio. Euro im Jahr 2000 auf aktuell 856 Mio. Euro. Seit dem Skandal wächst der Markt für Sportwetten kontinuierlich.

Rückgänge verzeichnet hingegen der staatliche Anbieter Oddset. Das Tochterunternehmen des deutschen Toto- und Lotto-Blocks leidet unter der immer grösser werdenden Konkurrenz der Privat-Sportwettenanbieter. Die Umsätze bei Deutschlands größtem Sportwettenanbieter belaufen sich auf 480 Mio. Euro. Betandwin macht in Deutschland 300 Mio. Euro seines Umsatzes.

Ins Sportwetten Geschäft einsteigen wollen auch Sender wie RTL, Premiere und DSF. Meyer bestätigt, schon mit diversen TV-Stationen Gespräche geführt zu haben. Betandwin denkt laut Wirtschaftswoche auch darüber nach, gemeinsam mit anderen Wettanbietern Sportübertragungsrechte für das Internet zu erwerben. Marktanteilsgewinne in Europa soll auch die Fußball-WM 06 bringen. Im Anschluss an dieses Großereignis soll nach Asien, Nord- und Südamerika expandiert werden.

In Deutschland setzt die Wettbranche derzeit zwei bis der Mrd. Euro um. Etwa sieben Mio. Deutsche haben schon einmal gewettet. Laut einem Analysten steckt im Sportwetten Markt ein Wachstum von insgesamt 50 bis 60 Prozent.

 
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