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Frühwarnsystem für dubiose Wetten |
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Donnerstag, 10 August 2006 |
| Frühwarnsystem für dubiose Wetten schlug an |
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Vor
dem Start zum zweiten Viertel der T-Mobile Bundesliga am Wochenende hat
das nach dem deutschen Schiedsrichter- und Wettskandal in Österreich
seit Saisonbeginn präventiv installierte Frühwarnsystem gegen mögliche
Manipulationen im heimischen Fußball erstmals angeschlagen.
Der Buchmacher-Verband und die Sportwetten GmbH meldeten am Freitag
erhöhte Wetteinsätze für das Samstag-Spiel der zehnten Runde zwischen
SV Josko Ried und Puntigamer Sturm Graz. Ein Großteil der heimischen
Wettanbieter nahm daraufhin die Partie aus dem Programm.
"Keine eindeutigen Indizien"
Wie es der Maßnahmenkatalog für solche Fälle vorsieht, wurde in der
ersten Stufe umgehend Bundesliga-Vorstand Georg Pangl informiert.
Der Burgenländer wiederum setzte den ÖFB, die betroffenen Vereine,
die wiederum Manager, Trainer und Spieler kontaktierten, und das
Schiedsrichterteam davon in Kenntnis.
"Es gibt zwar keine eindeutigen Indizen, aber nach den deutschen
Ereignissen sind wir noch sensibler geworden", sagte dazu
Bundesliga-Pressesprecher Christian Kircher gegenüber der APA am
Freitag.
Klubs distanzieren sich
Sturm Graz-Präsident Hannes Kartnig wies die Gerüchte um mögliche
Manipulationen zurück. "Eines kann ich versichern: Unsere Spieler sind
da sicher nicht involviert. Nur, weil viel gespielt wird, muss das
nicht immer gleich mit Betrug zu tun haben", sagte Kartnig gegenüber
Ö3.
Auch Ried-Manager Stefan Reiter wies die Vorwürfe zurück. "Es kann
uns schaden. Allein schon wegen der Moral und von der Einstellung her.
Aber wir weisen das ganz klar zurück. Da ist nichts dran."
Besondere Vorsicht
Von der Bundesliga wurden jedenfalls der technische Delegierte
sowie der Schiedsrichter-Beobachter und ein zusätzlicher "Aufpasser"
angewiesen, besonderes Augenmerk auf die Vorkommnisse während des
Spiels am Samstag zu legen.
In der Nachbetrachtung wird von der Bundesliga eine nachträgliche
Analyse vorgenommen und die Partie nochmals auf ungewöhnliche Vorfälle
geprüft.
"Wir sind sicher, dass wir mit diesem gemeinsam mit unseren
Partnern erarbeiteten Katalog an Maßnahmen ein wirksames
Präventivsystem auf die Beine gestellt haben, das den
Bundesliga-Fußball vor Wettmanipulationen schützt. Ich muss jedoch
davor warnen, jeden Fehlschuss oder Fehlgriff eines Spielers oder
Torhüters sofort als Beleg für eine Manipulation zu sehen", erklärte
Pangl.
Quelle: ORF.at
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