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Wien
(ps/APA). Zwischen den Hauptaktionären der Admiral Sportwetten kracht
es, weil der börsennotierte Sportwettenanbieter wider Erwarten weiter
Verluste schreibt. Der Wiener Rechtsanwalt Kurt Berger, der gut zehn
Prozent der Anteile hält, will sich nicht mehr "vertrösten lassen". Er
wird bei der Hauptversammlung am 6. Juni eine Sonderprüfung des
Unternehmens beantragen.
Laut
Berger sei das Unternehmen weiterhin ein Sanierungsfall, "obwohl
Admiral in einem boomenden Geschäftsfeld mit enormem Potenzial tätig
ist". In der Bilanz des Jahres 2004, die am Dienstag veröffentlicht
wurde, wies Admiral erneut einen Verlust aus. Der Vorstand hatte im
Herbst 2004 davon gesprochen, dass es einen Gewinn geben werde. Es
wurde dennoch ein Verlust. Dieser ging zwar gegenüber dem Vorjahr von
4,6 Mill. auf 2,5 Mill. Euro zurück. Gleichzeitig explodierten aber die
Umsätze aufgrund des boomenden Wettgeschäfts um 30 Prozent auf 124,1
Mill. Euro.
Berger glaubt, dass dem Unternehmen durch
die Konzernmutter Novomatic - sie hält 74,64 Prozent an Admiral -
"wesentliche Umsatz- und Ertragspotenziale vorenthalten" werden. Er
will die "eigentümliche Konzernstruktur" überprüfen lassen. Zudem soll
die Sonderprüfung klären, wie viel Umsatz in den Admiral-Filialen mit
dem Automatengeschäft, der Gastronomie und wie viel im Wettgeschäft
erwirtschaftet wird. Der börsennotierten
Admiral fließen nur die Umsätze aus dem Wettgeschäft zu. Eine
Umsatzbeteiligung an den von Novomatic betriebenen Automaten - wie dies
international üblich sei - gebe es laut Berger nicht. Auch die Umsätze
aus der Gastronomie fließen Novomatic und nicht Admiral zu.
Berger hat bereits einmal - bei einer
außerordentlichen Hauptversammlung im September 2004 - eine
Sonderprüfung beantragt, war aber am Widerstand von Novomatic
gescheitert. Im April hat Berger seinen Anteil auf über zehn Prozent
aufgestockt und kann somit auch als Minderheitsaktionär eine
Sonderprüfung durchsetzen.
Die Aktie von Admiral legte seit Anfang
2004 um 47 Prozent zu. Verglichen mit der Konkurrenz von Betandwin ist
dieser Zuwachs allerdings bescheiden. Die Aktie des
Internet-Sportwettenanbieters hat seit Jahresbeginn rund 335 Prozent an
Wert gewonnen
Quelle: (Die Presse) 18.05.2005
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